Mittwoch, 21. Mai 2008

AWI Aktuell: Quartalsbilanz im gewerblichen Unterhaltungsautomatenspiel: Umsatzrückgänge durch Nichtraucherschutzgesetzgebung

Zu teilweise dramatischen Umsatzeinbrüchen hat die Nichtraucherschutzgesetzgebung im gewerblichen Unterhaltungsautomatenspiel in mehreren Bundesländern geführt. Das ist die Bilanz des ersten Quartals 2008 nach Auswertung von Besucherzahlen und Umsätzen.

Eine Umfrage des Bundesverband Automatenunternehmer e.V. (BA) zu den Folgen der Umsetzung der Nichtraucherschutzgesetze in den Bundesländern zeichnet ein deutliches Bild: In den Bundesländern, in denen die Regelungen der Landesnichtraucherschutzgesetze konsequent umgesetzt werden, müssen Aufstellunternehmer erhebliche Umsatzeinbußen hinnehmen. Gastronomieaufsteller haben bundesweit durchschnittlich 30 Prozent weniger Umsatz. Auf Grund der unterschiedlichen gesetzlichen Regelungen für Spielstätten liegen in diesem Bereich die Werte weiter auseinander.

Von "zwischen 40 und 50% Umsatzeinbußen im Gastronomiebereich" berichtet der Vorsitzende des saarländischen Automaten Verbandes, Christian Antz. Auch in anderen Bundesländern zeichnet sich ein ähnliches Bild ab: „Es tut uns in Sachsen richtig weh, die Zahlen dort sind dramatisch“, so ein Aufstellunternehmer.

„Damit tritt eine Situation ein, wie wir sie noch nie im gewerblichen Unterhaltungsautomatenspiel vorgefunden haben“, so der Vorsitzende des niedersächsischen Automatenaufstellerverbandes, Uwe Lücker. „Schon der Unterschied, dass im Gegensatz zu staatlichen Spielbanken in unseren Spielstätten kein Alkohol ausgeschenkt werden darf und Geräte bei uns nur in Zweiergruppen aufgestellt werden dürfen und Jackpots jeglicher Art verboten sind, bringt uns gegenüber den staatlichen Spielbanken, wo ohne jegliche Begrenzung gespielt werden kann, schon deutlich ins Hintertreffen. Die Nichtraucherschutzgesetzgebung tut nun ein Übriges.“

Eine Änderung der Situation ist indes nicht in Sicht, da die Bundesländer keine Veränderungen an den bestehenden Regelungen zulassen wollen.

Die Veränderungen im Markt sind sogar bis in den Herstellerbereich spürbar: So musste jüngst ein Berliner Unternehmen rund 60 Arbeitsplätze abbauen, um der Marktentwicklung Rechnung zu tragen.

Für Rückfragen: Dirk Lamprecht, 030-2408-7760
www.awi-info.de, 15.05.08

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