Zum 1. Juli 2026 wechselte der Vorsitz im Verwaltungsrat der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL). Christian Hochgrebe, Staatssekretär für Inneres in der Berliner Senatsverwaltung für Inneres und Sport, übernahm das Amt turnusgemäß von Sandro Kirchner, Staatssekretär im Bayerischen Staatsministerium des Innern, für Sport und Integration.
Hochgrebe folgt auf Kirchner
Kirchner hatte den Vorsitz im vergangenen Amtsjahr inne. In dieser Zeit koordinierte er nach Angaben der GGL die Arbeit des Verwaltungsrates sowie die Weiterentwicklung der Zusammenarbeit zwischen Behörde und Ländern.
Als zentrale Punkte nannte Kirchner unter anderem personelle Entscheidungen innerhalb der GGL, Fortschritte bei der digitalen Souveränität der Anstalt sowie eine intensivierte Bekämpfung illegalen Glücksspiels. Dabei verwies er insbesondere auf Maßnahmen im Bereich der Host-Provider und der Zahlungsunterbindung. Zugleich sei für den legalen Glücksspielmarkt der regulatorische Rahmen angepasst worden, um die Attraktivität des legalen Angebots zu erhöhen.
Evaluierung des Glücksspielstaatsvertrags als zentrales Thema
Hochgrebe übernimmt den Vorsitz in einer Phase, in der die bisherigen Strukturen und Verfahren der GGL nach Darstellung der Behörde gefestigt sind. Zu den zentralen Themen des kommenden Amtsjahres zählt insbesondere die anstehende Evaluierung des Glücksspielstaatsvertrags. Daraus könnten Anpassungen für den bestehenden Rechtsrahmen folgen.
Daneben stehen weiterhin die Aufsicht über legale Anbieter und die Bekämpfung illegaler Strukturen auf der Agenda. Die GGL kündigte an, ihre Aufgaben auch künftig im engen Zusammenwirken mit den Ländern wahrzunehmen und die einheitliche Aufsicht über den Glücksspielmarkt fortzuführen.
Benter sieht GGL vorbereitet
GGL-Vorstand Ronald Benter bewertete die Zusammenarbeit mit den Ländern positiv. Mit Hochgrebe als Verwaltungsratsvorsitzendem sehe sich die Behörde für die kommenden Aufgaben gut aufgestellt.
Für die Glücksspielregulierung fällt der Wechsel in eine wichtige Phase. Die Länder arbeiten derzeit an der gesetzlich vorgesehenen Evaluierung des Glücksspielstaatsvertrags 2021. Der Abschlussbericht soll nach aktueller Planung bis Ende 2026 vorgelegt werden.
Quelle: GGL