Donnerstag, 1. März 2007

Eigene Verträge für Lotto und Sportwetten?

Schleswig-Holstein sucht Verbündete gegen das staatliche Wettmonopol, nachdem der Norden als einziges Bundesland dem neuen Lotto-Staatsvertrag nicht zugestimmt hatte. „Nur nein sagen, reicht nicht; wir müssen auch Alternativen aufzeigen“, erklärte gestern der CDU-Wirtschaftsexperte und Landtagsabgeordnete Hans-Jörn Arp zum Auftakt einer Tagung, zu der sich 40 in- und ausländische Glücksspielfachleute in Kiel trafen.

Fazit der Veranstaltung: „Der beste Weg sind zwei Staatsverträge, einer für die Sportwetten und einer fürs Lotto“, erklärte Arp. Da das Suchtproblem nur bei Sportwetten von Bedeutung sei, müssten im Schulterschluss mit privaten Glückspielanbietern Regularien gefunden werden, um Spielsüchtige wirksam zu schützen und die Auflagen des Verfassungsgerichtes zu erfüllen.

Die Federführung bei der Ausarbeitung eines Staatsvertragsentwurfes für Sportwetten wurde dem Vertreter des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) übertragen, deren Mitglieder ein eigenes Wettangebot planen. Die privaten Wettanbieter sollen Konzessionen erhalten und im Gegenzug die finanzielle Förderung der Sportvereine sicherstellen.

Die Notwendigkeit, einen neuen Staatsvertrag für das Lottospiel auf den Weg zu bringen, sahen die Kongressteilnehmer nicht. Der derzeitige Vertrag sei noch bis 2014 gültig und könne nur durch die Unterschrift aller Bundesländer gekündigt werden. Und das staatliche Veranstaltungsmonopol beim Lotto stelle ohnehin niemand in Frage.

Quelle: http://www.hans-joern-arp.de/

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